Automobilsport selbst gemacht: den fahrbaren Untersatz sportlich aufwerten

3 Dez 2014 - 16:23

Ein eigener Rennwagen in der Garage? Leider kaum realistisch – und falls doch, so fehlt die Straßenzulassung. Ein Mittelweg ist also gefragt. Die heutige Tuning-Welt bietet viele Möglichkeiten, mit relativ geringen Kosten sportliche Effekte zu erzielen, sowohl bei der Leistung als auch in Sachen Optik.

Nicht erst seit Michael Schumacher ist Deutschland verrückt nach Automobilsport. Und das auf allen Ebenen. Während Formel-1-Fans bei digibet die Quoten für die nächsten Rennergebnisse ausloten, zieht es Bastler in die Garage, um dem eigenen Auto ein wenig Rennflair zu verleihen. Dies geschieht vor allem mit rein optischen Mitteln und muss nicht teuer sein:

  • Schürzen sorgen für den größten visuellen Effekt. Sie werden am besten im Set gekauft (Front, Seiten, Heck). Das Auto wirkt dadurch breiter und aggressiver.
  • Auch über einen neuen Kühlergrill kann man nachdenken. Dadurch verändert sich die gesamte Optik an der Front; das Resultat wirkt bissig und leistungsstark.
  • Den gleichen Effekt bringt eine neue Auspuffanlage. Dies ist jedoch mit höheren Kosten verbunden, der Einbau muss absolut professionell durchgeführt werden. Eine wesentlich günstigere Alternative sind Auspuffblenden, die mit wenigen Handgriffen auf die Endrohre montiert werden können. Auf diese Weise kann aus einem Einfach-Auspuff ein Mehrfach-Auspuff entstehen.
  • Ein weiterer Klassiker: die Felgen. Sie sind häufig die erste Veränderung. Gute Alufelgen von Marken wie BBS, Borbet, ATS oder Autec sind absolute Eyecatcher. Die Preisunterschiede sind allerdings sehr groß: So gibt es Alufelgen bereits für unter 100 Euro pro Stück, doch auch Varianten für 400 oder 500 Euro sind keine Seltenheit.

 

Dann geht es ans Eingemachte. Wer das Auto nicht nur gerne ansehen will, sondern auch den Fahrspaß erhöhen möchte, etwa für spontane Rundfahrten auf dem Nürburgring, der muss ins Innere sehen – und die Ohren offenhalten:

  • Für mehr Klang sorgt ein neuer Luftfilter. Dieser kann mit ein wenig Fachkenntnis selbst eingebaut werden. Wichtig dabei ist die Zulassung – nicht alle Produkte dürfen ohne Weiteres verwendet werden, in manchen Fällen ist auch eine Eintragung ins Fahrzeugbuch nötig.
  • Per Chiptuning steigert man die PS-Zahl. Der Chip verändert die Steuerparameter und generiert damit mehr Leistung. Der Einbau ist eigenhändig möglich, etwas Fachwissen vorausgesetzt.
  • Turbolader: Zugegeben, dieser Vorschlag ist nicht wirklich realistisch, da der Einbau eines Turboladers so teuer und aufwendig ist, dass ein neues Auto fast lukrativer wäre. Möglich ist es dennoch, und wer an seinem Auto hängt und es als Projekt mit Leidenschaft sieht, der sorgt mit einem Turbolader für die größte Leistungssteigerung. Vor allem in der Beschleunigung macht sich das bemerkbar, auch das Fahrverhalten ändert sich wegen des Drehmomentverlaufs drastisch.

 

Bilder:
1. © istock.com/Firstsignal
2. © istock.com/paulprescott72

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