Eigenheim: Günstig kaufen und dann reparieren?

30 Sep 2014 - 09:55

Ein Haus günstig zu erstehen und es hernach – vornehmlich durch Eigenleistung – zu sanieren und renovieren, klingt erst einmal nach einer guten Idee.
Doch Vorsicht: Laien verheben sich mit vermeintlichen Schnäppchen recht leicht.
 

Wann lohnt sich die Investition?

Noch gelten Immobilien als sprichwörtliches Betongold. In den vergangenen Jahren schätzte man vor allem ihre Vorzüge als krisensichere, wertstabile Einlage im Sicherheitsdepot. Und auch junge Familien verfolgen sehr häufig die Strategie, ein älteres Haus abseits der teuren Metropolregionen für wenig Geld zu erwerben und es hernach zu sanieren. Das lohnt sich aber nur in ganz bestimmten Fällen:

Beim Erwerb einer Immobilie – egal, ob man nun selbst darin leben oder sie verkaufen beziehungsweise vermieten möchte – ist die Lage ausschlaggebend. Dabei geht es neben der Infrastruktur vor allem um den Zuzug von Neubürgern (also der Nachfrage) oder der Bedeutung des Standorts als Touristenregion. Ebenso wichtig ist der Zustand der Bausubstanz. Junge Familien, die den Hauskauf mit geliehenem Fremdkapital bewerkstelligen und dabei anfangs nicht absehen können, wie baufällig oder sanierungsbedürftig das jeweilige Haus wirklich ist, stehen im schlimmsten Falle vor dem Ruin. Andere Gebäude lassen sich über bekannte Immobilienportale wie Immowelt billig kaufen und mit einem vergleichsweise niedrigen finanziellen Aufwand und einer überschaubaren Anzahl von Arbeitsstunden wieder auf Vordermann bringen. Wir verraten, wie so etwas funktionieren könnte:
 

Die wertsteigernde Sanierung

Der Wert einer Immobilie steigt signifikant, wenn neue Fenster, Türen, Dachpfannen und Dämmstoffe verbaut werden. Die Energiebilanz des Hauses und das äußerliche Erscheinungsbild verbessern sich durch diese Maßnahmen nämlich maßgeblich. Zu den Modernisierungen gehört auch das Verlegen neuen Bodenbeläge, das Auftragen frischen Putzes, der Austausch alter Leitungen sowie der Einbau eines neuen Gebälks. Da es bei Immobilien auch immer ein wenig um reine Äußerlichkeiten geht, bewirken auch ein frischer Anstrich und/oder die Reinigung der Außenfassade wahre Wunder. Ob man nun selbst in dem Haus leben, es vermieten oder gleich nach der Sanierung verkaufen möchte – diese Investitionen lohnen sich.
 

Zeitgemäße Renovierung der Innenräume

Wir halten also fest, dass ein Altbau durch eine energetische Frischzellenkur an Wert gewinnt. Bei der Inneneinrichtung beziehungsweise den Modernisierungen des Wohnbereichs wirken sich allerdings nicht alle Maßnahmen im gleichen Maße wertsteigernd aus. Die Prioritäten der potenziellen Mieter/Käufer und die Faktoren, die auf dem hiesigen Immobilienmarkt den Wert eines Objektes bestimmen, verschieben sich kontinuierlich. Im Moment wirken sich zum Bespiel rundum modernisierte Bäder (Stichwort: „Wohlfühloase“), ebenerdige und besonders große Wohnräume, Materialien wie Parkett oder Naturstein und großzügig geschnittene Terrassen positiv auf die Preisentwicklung aus.

Bild: © istock.com/denphumi

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