„Hier zieht es“ – Fensterdichtung reparieren

18 Dez 2012 - 19:36

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – aber so romantisch, wie der Wind in diesem bekannten Reim beschrieben wird, ist er leider überhaupt nicht. Wem der Wind draußen um die Ohren pfeift, weiß, was wir meinen. Da hilft nur Schal festziehen, Mütze über die Ohren und schnell in die warmen vier Wände. Aber nicht immer ist man dort vor kaltem Luftzug geschützt, den auf einmal merkt ihr: Hier zieht es. Irgendwo dringt der Wind durch. Wenn aber alle Fenster geschlossen sind, kann das bedeuten, dass die Fensterdichtung defekt ist.

 

Kaputte Fensterdichtungen bedeuten höhere Heizkosten

 

Im Winter heizen wir ja alle ein wenig mehr. Es soll zuhause schön warm sein, vor allem dann, wenn wir uns mit Familie und Freunden um den Tannenbaum versammeln. Undichte Fenster sind hier ein echtes Problem. Und zwar gleich aus mehreren Gründen:

 

  • Die kalte Zugluft kann schnell zu einer Erkältung führen.
  • Die Wohnung kühlt schneller aus.
  • Die Heizkosten erhöhen sich, da mehr geheizt werden muss, um die Raumtemperatur auf einem angenehmen Level zu halten.

 

Vor allem der letzte Punkt kann entscheidend sein, denn nicht selten bedeuten kaputte Fensterdichtungen Mehrkosten von 20 oder sogar 30 Prozent. Wenn ihr also bemerkt, dass ihr mehr heizen müsst als sonst, und wenn ihr einen alten Luftzug bemerkt, dann solltet ihr euch die Fensterdichtungen mal genauer anschauen.

 

Fensterdichtung reparieren: So geht’s

 

Undichte Stellen verstecken sich zwischen Fensterrahmen und Fenster oder auch zwischen Fensterbank und Fensterrahmen. Fahrt einfach mal mit der Hand an den Dichtungen entlang. Ihr werdet schnell bemerken, wo das Problem liegt. Habt ihr undichte Stellen, braucht ihr ein wenig Material:

 

  • Dichtband, wenn die undichte Stelle zwischen Fensterrahmen und Fenster liegt.
  • Silikon, wenn die undichte Stelle zwischen Fensterrahmen und Fensterbank liegt.
  • Brennspiritus für die Reinigung

 

Falls ihr gemerkt habt, dass die Zugluft durch undichte Stellen zwischen Fensterbank und Fensterrahmen dringt, dann sprüht einfach ein wenig Silikon auf die Stellen. Lasst das Silikon ein wenig trocknen und testet dann nochmal, ob ihr die Stellen erwischt habt. Liegt das Problem zwischen Fenster und Fensterrahmen, solltet ihr das Dichtband auswechseln:

 

  • Schaut euch zuerst das alte Dichtband an. Es gibt verschiedene Größen im Baumarkt, nehmt also unbedingt eins, was auf eure Fenster passt.
  • Entfernt nun die alten Dichtbänder
  • Reinigt die Klebefläche mit Brennspiritus, um Klebereste zu entfernen. Das ist sehr wichtig, denn Klebereste führen dazu, dass das neue Dichtband nicht richtig haftet. Und das heißt wieder undichte Fenster.
  • Dichtbänder sind in der Regel selbstklebend. Fangt an den senkrechten Seiten des Fensters an. Danach klebt ihr das Dichtband an den waagerechten Flächen auf.
  • Sobald ihr fertig seid, macht einen kleinen Test, ob die Fensterdichtung nun in Ordnung ist: Als Raucher könnt ihr einfach eine Zigarette anzünden und sie an den Seiten des Fensters entlangführen. Kommt euch der Rauch entgegen, müsst ihr leider noch einmal Hand anlegen. Falls ihr Nichtraucher seid - auch kein Problem. Der Test funktioniert auch mit einer normalen Kerze.

 

Ist euer Test erfolgreich, könnt ihr euch gleich in zweierlei Hinsicht freuen: keine kalten Füße mehr und weniger Heizkosten.

 

Und jetzt ihr!

Wie sieht es bei euch das? Habt ihr auch zuhause kalte Füße wegen undichter Fenster? Wenn ihr unsere Anleitung ausprobiert habt, freuen wir uns über eure Erfahrungen.

 

Bis bald,

Euer Swaki-Team

 

Bildquelle: H.D.Volz  / pixelio.de

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